Alles zu seiner Zeit – Veränderung steht an

Wie gesagt: Ich bin auf verschiedenen Ebenen am Aufräumen.

Wie auch schon gesagt: Ich befasse mich mit meinem nächsten (Geschäfts-)Jahr.

Und dabei wird immer klarer: Es wird eine Veränderung geben.

Die Zeit von Perfektwir scheint abgelaufen zu sein.

Mein Blog ist entstanden, als ich aufhörte, berufstätig zu sein. Das Schreiben verschaffte mir Kontakt zur Aussenwelt, half beim Einordnen und Sortieren meiner Gedanken, liess mich Zeit verbringen mit etwas, das ich gern mache.

Diese Punkte sind unterdessen auf andere Art und Weise abgedeckt. Zum Beispiel dadurch, dass ich in meinem Alltag wieder mehr Zeit mit Erwachsenen verbringe. Durch denkGROSS. Durch meine Ausbildung. Durch das Schreiben von fiktiven Texten und dem Austausch mit anderen Schreibenden. Dadurch, dass die Aktivitäten und Gesprächsthemen mit Schulkindern spannender sind als mit Kleinkindern.

Immer häufiger frage ich mich: Was soll ich eigentlich schreiben?

Immer häufiger frage ich mich auch: Will ich das, was mich beschäftigt, wirklich öffentlich bekannt machen?

Immer stärker wird die Hemmschwelle, private Details über meine Kinder und über mein Gefühlsleben preiszugeben.

Gleichzeitig hat Perfektwir in letzter Zeit Abonnenten dazugewonnen, ich habe Kooperationsanfragen bekommen, ich werde von aufmerksamen Leserinnen auf meine Texte angesprochen, es entstehen mündliche und schriftliche Diskussionen. All das habe ich mir vor vier Jahren, als Perfektwir gestartet ist, gewünscht – und nun hat sich meine Situation so verändert, dass ich gar nicht genug Zeit habe, um mich richtig darum zu kümmern.

Ich weiss noch nicht genau, wie es weitergeht.

Ganz bestimmt werde ich an der Blogparade von „Mein bestes Jahr“ teilnehmen und am 12. Dezember hier meine Erfahrungen mit dem Business-Book beschreiben und meinen Leserinnen und Lesern einige Downloads zur Verfügung stellen dürfen.

Wahrscheinlich werde ich einen Teil meiner Perfektwir-Aktivitäten in den Blogbereich von denkGROSS verschieben.

Vielleicht entsteht etwas Neues, das besser passt.

Es ist die Zeit zum Bündeln. Zum Mir-Gedanken-Machen. Zum Möglichkeiten-Prüfen.

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4 Antworten zu “Alles zu seiner Zeit – Veränderung steht an

  1. Hallo Mirjam!

    Ich kann Deine Gedanken voll gut nachvollziehen. Mir geht es im Grunde sehr ähnlich. Wenn sich im Leben etwas verändert, dann spiegelt sich das wohl auch am Blog wider bzw. verändert sich die Motivation dazu.

    Nicht leicht die Entscheidung

    lg
    Maria

    • Danke für deinen Kommentar, Maria! Ja, man gewinnt seinen Blog und das ganze Drumherum lieb, was die Veränderung nicht ganz einfach macht. Das Gute ist, dass dabei auch Neues ensteht! Dir wünsche ich weiterhin viel Motivation – für das, was ist und ansteht! lg, Mirjam

  2. Liebe Mirjam,
    Es erstaunt mich immer wieder, wenn ich die vielen lieb gewonnenen Blogs so beobachte, es macht etwas traurig, aber es ist ok. Marlene und mir geht es derzeit ähnlich. Irgendwann scheint alles geschrieben, was man offenbaren mag, das reale Leben ist gerade zu einnehmend und lässt gar keinen Spielraum mehr für Bloggedanken, andere Interessen entspannen besser… Dann muss man vielleicht auch loslassen können, wenn am Blog nicht ein grundlegender Baustein des Marketing für den Job hängt…vielleicht ist die Zeit der Blogs auch langsam vorbei und es kommt etwas neues. Mich erinnert das an vor 15 Jahren, als viele Menschen viel Zeit in diversen Chatrooms und Foren verbracht haben. Man hat dort viele nette Leute kennengelernt, zu denen man heute allen keinen Kontakt mehr hat. Ich wünsche mir, dass es mir mit den vielen tollen Blogbekanntschaften nicht auch so geht, aber da gehört wohl viel Engagement dazu.
    Lg Antonia

    • Liebe Antonia, du sprichst mir aus der Seele! Besonders dein Gedanke, das vielleicht irgendwann alles geschrieben ist, was man offenbaren will, passt sehr gut. Ich glaube, es kommt nicht viel Neues, und ich habe kein Interesse, das bereits Geschriebene mehrfach „aufzuwärmen“. Dass mir dabei ein Netzwerk von tollen Frauen verloren geht, bin ich mir bewusst und ist einer der Punkte, der mir gar nicht gefällt.
      Glg, Mirjam

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