Pädagogischer Dienstag: Exklusive Zeit zu zweit

Die perfekte Tochter darf heute bei einer Freundin übernachten und zog mit Sack und Pack um halb drei bei dieser ein. Nachdem der perfekte Sohn und ich uns verabschiedet hatten, machten wir uns auf den Weg zum Wocheneinkauf. Im Auto sagte ich:

„Du, ich habe eine Idee: Ich möchte vor dem Posten im feinesKleines einen Kafi trinken. Einverstanden?“

„Und ein Cupcake essen? Und für mich auch etwas zu Trinken?“

„Ja, klar!

„Einverstanden!“

Kurz darauf sassen wir vor unserem Lieblingscafé, assen Cupcakes und tranken Iced Latte, resp. Gazosa.

„Noch einmal wegen deiner Geburiparty…“

Nachdem ich in den letzten Tagen immer mal wieder einen Anlauf genommen hatte, um mit ihm seine Wünsche und Vorstellungen zu diskutieren und er immer ausgewichen war, war jetzt der richtige Moment gekommen. Wir diskutierten, machten Pläne, überlegten, was noch zu tun sei, und kaum hatten wir ausgetrunken, scheuchte er mich in den nächsten Laden auf der Suche nach Inspiration. Dort fanden wir keine, wohl aber im nächsten Laden, und schliesslich erledigten wir auch noch den Wocheneinkauf in bester Stimmung, plaudernd und auch mal schweigend, als nach wie vor gut eingespieltes Team.

Wow, das hatte mir gefehlt! Zeit nur mit meinem Sohn. In unserem bewährten Zweiertempo. Zeit, um mich auf seine verwinkelten Gedankengänge einzulassen und sie mir erklären zu lassen. Um mit ihm über die Absurditäten des Alltags zu lachen. Gelegenheiten, ihn mal kurz an mich zu drücken (wo er doch nicht mehr Hand in Hand mit mir gehen will).

Sie war zu kurz gekommen in den Ferien, diese Exklusivzeit mit nur einem Kind. Bis jetzt war mir das gar nicht aufgefallen, doch heute merkte ich es so richtig. Dass wir zwar viel unternommen hatten, Abenteuer erlebt, Spiele gespielt, Zeit zusammen verbracht – aber nie nur zu zweit.

Die Zeit heute mit ihm fühlte sich an wie tanken. Beziehung tanken.

So weit bin ich gestern mit meinem Text gekommen, dann war Zeit fürs Znacht. Vorher hatten der perfekte Sohn und ich über eine Stunde einfach nur für uns verbracht, er für sich, ich für mich. Dass wir das können und auch brauchen, ist ebenfalls eine Eigenheit unserer Zweierbeziehung.

Die Stunden nach dem Znacht verbrachten wir mit Spielen, und so wurde dieser Blogbeitrag nicht mehr fertig. Dafür wird er nun ergänzt mit einem Video, das „Mit Kindern lernen“ gestern auf Facebook postete. Zum exakt gleichen Thema „Zeit zu zweit“, mit Theorie und praktischen Beispielen, wie Zweierzeit mit nur einem Kind aussehen kann:

 

 

 

 

 

 

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