Pädagogischer Dienstag: Schulstart-Rituale?

Es ist so weit: Wir haben heute die Klassenein- und Lehrerzuteilung fürs neue Schuljahr erhalten! Während sich für die künftige Drittklässlerin wenig ändert, macht der perfekte Sohn einen grossen Schritt: Den vom Chindsgi in die Schule!

Mit dem heutigen Schreiben wurde die längst bekannte Tatsache noch einmal konkreter. Unser Jüngster wird ein Schulkind! Einerseits der ganz normale Lauf der (Schweizer) Kinderwelt, andererseits eine einmalige Angelegenheit im Leben genau dieses Kindes.

Sie werden einen Schulbesuch machen und den neuen Schulsack mitnehmen dürfen.

Sie werden ein Abschlussfest im Chindsgi haben.

Es wird einen offiziellen ersten Schultag geben.

Genügt das? Oder wäre es schön, ein familieninternes Schulstart-Ritual zu zelebrieren? Womöglich eines, das man vor jedem neuen Schuljahr durchführen kann?

Wie macht ihr das? Wie habt ihr das gemacht?

Kennt ihr Schulstart-Rituale? Übergangszeremonien? Familieninterne Schulschlussfeiern?

Ich würde mich über Anregungen freuen und das Thema gern in etwa einem Monat wieder aufnehmen!

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2 Antworten zu “Pädagogischer Dienstag: Schulstart-Rituale?

  1. Also in Deutschland wird der erste Schultag ja ganz anders zelebriert als hier.
    In der Schule findet eine kleine Einschulungsfeier statt, bei der meistens die älteren Schüler etwas für die Neulinge aufführen. Unterricht gibt es noch keinen, man lernt sich im Anschluss kurz kennen in der Klasse und geht dann wieder heim.
    Bei uns in der Gegend war es Tradition, an diesem Tag eine grooosse Hefebrezel beim Bäcker zu bestellen und diese wurde dann (nach Fotos mit Schultüte, Schulranzen und Brezel) in kleine Portionen geteilt und an Verwandte, Bekannte und Nachbarn verteilt. Jeder, der ein Stück Brezel bekam, rückte dafür ein paar Mark heraus. (Ich wurde zusätzlich vom Nachbarsdackel gebissen 😛)
    Zu Hause dürfte das I-Dötzchen dann auch die Schultüte öffnen und schauen, was die Eltern da Tolles reingepackt hatten.
    Nachmittags kam dann noch die Verwandtschaft zu Kaffee und Kuchen.
    Am Ende des Tages hatte man ein volles Sparschwein, nette Geschenke und schöne Erinnerungen für den Rest des Lebens.
    Mich hat die Nüchternheit hier in der Schweiz richtig traurig gemacht. Da ging es direkt ans Eingemachte. Material austeilen und „Tschüss Eltern, wir fangen gleich richtig an“. *Schock*
    Die Schultüten habe ich aber trotzdem bei allen Kindern gemacht, die nahmen sie halt nicht mit in die Schule, weil das sonst ja auch niemand hatte, sondern ließen sie daheim. Und Kaffee und Kuchen mit der Verwandtschaft habe ich auch gemacht. So ein bedeutsamer Einschnitt muss doch gefeiert sein…
    Bei uns ist es nächstes Jahr zum letzten Mal so weit 🙂.

    • Ups – ja, im Vergleich dazu sind unsere Schweizer Schulbeginne tatsächlich schockierend nüchtern! Einen schönen Kompromiss habt ihr gefunden, ich glaube, etwas in der Art könnte für uns auch passen. Danke!

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