Monatsmotto Oktober „Leichtigkeit“: Die Einladung zum Konzert

Leichtigkeit?

Mit dem Wahlresultat vom letzten Sonntag, das mir auf dem Magen liegt und aufs Herz drückt?

Mit dem Brummschädel, verursacht durch wenig Schlaf, intensive Tage, eine Erkältung oder doch nur wegen dem Wetter?

Mit all den unerledigten Aufgaben im Nacken?

Heute wird es schwer, über Leichtigkeit zu schreiben, denke ich, und mache erst mal etwas anderes.

Dann kommt die Einladung. Ziemlich informell und kurzfristig: „Mami, es gibt ein Konzert für dich. Mit einer Scheinwerfershow! Jetzt! Komm!“

Eine solche Einladung nimmt man natürlich gern an.

Drei Kinder, ein abgedunkeltes Zimmer und eine farbenwechselnde Lampe (ausgebaut aus dem 3D-Eiffelturm-Puzzle). Ein selbstgedichtetes Lied des begnadeten Komponisten perfekter Sohn, vorgetragen vom Maestro persönlich. Das Geschwisterduett „Eins, zwei Polizei“ mit Gesang und Blockflöte. Die Musicalshow mit der perfekten Tochter an der Gitarre, dem perfekten Nachbarsmädchen am Xylophon und dem perfekten Sohn als Schauspieler und Sänger mit seinem Meisterwerk „Oh, ich habe Schmerz an dem Herz“.

Ich sitze auf meinem Zuschauerinnenstuhl, halte mir die Hand vor den Mund, um das aufkommende Lachen bei mir zu behalten und kneife gleichzeitig die Augen zu, um auch die Tränchen bei mir zu behalten. Die vor Lachen und die vor Rührung.

Da ist sie, die Leichtigkeit. Mitten in der Ernsthaftigkeit dieses wundervollen, eigens für mich zusammengestellten und geprobten Konzerts mit Scheinwerfershow.

Danke, Kinder!

2015-10-23 17.03.12

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2 Antworten zu “Monatsmotto Oktober „Leichtigkeit“: Die Einladung zum Konzert

  1. Ich stelle mir die Szene vor: Einladung zum Konzert, Lichtschau, Gesang, Musik, alles spontan …….. einfach wunderbar! In solchen Momenten leben wir – dank unsern Kindern, dank unsern Grosskindern. Durfte ich doch kürzlich auch einen besondern Augenblick erleben:
    Ich sitze mit meinem 7-jährigen Enkel auf dem Bänklein am Bahnhof in Turtmann. Wir warten auf den Zug, mit dem ich ihn nach Zürich zurück zu seinen Eltern bringe. Wir schweigen. Da sagt er plötzlich : „Oh, wie schön!“ „Was findest du denn schön?“ frage ich ihn. „Dieses warme Lüftchen!“ „Der Schmerz an dem Herz“ vergeht sofort………

    • Danke fürs Teilen dieser Szene, liebe Zusatzgrossmama! Ich glaube, ich weiss, auf welchem Bänklein ihr gesessen seid, und mir wird bei der Vorstellung des warmen Lüftchens und der schönen Aussicht ganz leicht ums Herz.

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