Monatsmotto Januar „Spielen“: Gemeinsam machen, was Spass macht

„Mami, mache mir es Spieli?“ – „Ja, gern!“

„Mami, baue mir zäme Lego?“ – „Äähm – also gut.“

„Mami, verzellsch mer es Büechli?“ – „Ja!“

„Mami, tüemer zäme baschtle?“ – „Hm… Tja… Was denn?“

„Mami, chunsch zu mir is Restaurant?“ – „Ja. Aber nur für eine Bestellung.“

„Mami, tüemer zäme lisme?“ – „Ja!“

„Mami, darf ich dir hälfe choche?“ – „Sehr gern, komm!“

„Mami, darf ich dir hälfe putze?“ – „Ach, weisst du, das mach ich lieber schnell selber.“

 

Ich habe letzte Woche davon geschrieben, wie es der perfekte Sohn geniesst, wenn er beim Spielen meine volle Aufmerksamkeit hat. Und wie ich es geniesse, mit ungeteilter Aufmerksamkeit etwas mit meinen Kindern zu machen. Spielen ist dafür genau unser Ding, wie auch Büechli erzählen und, seit kurzer Zeit und wer weiss für wie lange, gemeinsames Stricken mit der perfekten Tochter.

Einladungen zu Rollenspielen hingegen blocke ich eher ab oder versuche nach spätestens zehn Minuten, ihnen zu entfliehen. Gemeinsames Legospielen langweilt mich ebenfalls schnell, und fürs Basteln lasse ich mich eher schwer begeistern. Kochen mit den Kindern macht mir Spass, beim Putzen habe ich es lieber schnell und effizient.

Ich habe im Lauf des Mutterseins beschlossen, dass das okay ist. Dass es mich nicht zu einer schlechteren Mutter macht, wenn ich nicht Stunden im Restaurant meiner Kinder verbringe oder auf dem Legoteppich. Dass ich, genau wie die Kinder, meine Vorlieben haben darf.

Ich habe auch gelernt, dass es sich manchmal lohnt, über den Schatten zu springen. Ich habe das Strickenlernen meiner Tochter erst an eine Freundin delegiert und mich eher widerwillig darauf eingelassen, aber nachdem ich es getan hatte, entdeckte ich, dass es mir Spass macht. Der Bastelnachmittag vor einer Woche bei einer anderen Freundin und ihren Kindern war sehr entspannend und inspirierend. Genauso wie ich die Kinder manchmal motiviere, etwas Neues auszuprobieren, lasse ich mich dazu motivieren.

Anderen Müttern und Vätern geht es vielleicht mit den Gesellschaftsspielen so. „Ein Spiel machen? Ach, nein danke, lieber nicht.“ Das macht nichts, solange sie dafür tolle Legolandschaften bauen mit ihren Kindern! Nein, ich meine, das macht überhaupt nichts. Aber es ist schön, wenn man eine Aktivität (oder mehrere) findet, bei der man mit seinen Kindern Spass und Gemeinschaft haben kann!

 

Ein Spiel, das mir zur Zeit viel Spass macht – und darüber werden sich meine „Spielabendfrauen“ sehr wundern! – ist „Set“.

2015-01-23 15.52.45

Verlag: Amigo

Für 1-8 Spieler ab 8 Jahren (wobei die Fünf- bis Siebenjährigen erfahrungsgemäss besser sind als ihre Mütter)

Genaues Hinschauen, Kombinieren, Konzentration

Neun Karten liegen aufgedeckt auf dem Tisch. Alle Spieler spielen gegeneinander. Wer als erstes ein Set entdeckt, ruft „Set“ und zeigt es den Mitspielern. Wenn es ein korrektes Set ist, kann er die Karten zu sich nehmen, sie werden durch drei neue ersetzt. Wer am Ende die meisten Karten hat, hat gewonnen.

2015-01-23 15.53.50

Was ist ein Set?

„Ein Set besteht aus genau 3 Karten, bei denen die Karteneigenschaften (Farbe, Form, Füllung und Anzahl) bestimmte Voraussetzungen erfüllen müssen. Jede Eigenschaft muss für sich betrachtet auf den 3 Karten entweder dreimal genau gleich oder dreimal vollkommen unterschiedlich sein.“ (Aus der Spielanleitung)

Beispiele von korrekten Sets:

2015-01-23 15.54.28

2015-01-23 16.08.47

 

2015-01-23 15.55.08

 

Nicht verstanden? Egal – nach ein paar Mal spielen, hat man es entweder mit dem Kopf begriffen oder im Gefühl  (auch wenn man keine besondere Begabung für Symbole hat…).

Natürlich kann man das Spiel auch „miteinander statt gegeneinander“ spielen oder ganz für sich allein.

Wenn alle Mitspieler etwa gleich schnell sind, ist es ein schnelles, lustiges Spiel mit eher geringem Frustrationspotenzial.

Wenn einer viel schneller oder viel langsamer ist als die anderen, kann es allerdings langweilig oder sehr frustrierend sein.

5 Antworten zu “Monatsmotto Januar „Spielen“: Gemeinsam machen, was Spass macht

  1. Das muss getestet werden, also unbedingt mitnehmen. Ich hoffe, du machst das Spiel nachher immer noch gerne 😉

  2. Set spielen die 12 jährige und ich auch gern. Die anderen kann man damit jagen ^^.
    Und ich muss hellwach sein, sonst sehe ich kein einziges.
    Bei uns stehen noch Skip Bo und Biberbande hoch im Kurs. Immer gut für mal schnell zwischendurch. Mit dem Kleinen kann man ja nichts über Stunden spielen.

    • Die liegen beide auf auf unserem Gestell – vergessen. Danke für die Erinnerung! Biberbande spielen die Kinder nämlich gern, Skip Bo habe ich noch gar nie probiert mit ihnen (der perfekte Ehemann und ich konnten uns nie wirklich dafür begeistern – unsere Lieblingsspiele folgen nächsten Freitag).

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s