Monatsmotto November „Aufräumen“: Fotos und Erinnerungen

Seit sieben Jahren gehört es zu meinen Novemberaktivitäten, dass ich ein Fotobuch gestalte. Zweimal versehen mit dem Namen der perfekten Tochter, dann kam ein Jahr mit zwei Büchern – „Perfekter Baby-Sohn“ und „Perfekte Tochter“ – und seither sind es Familien-Jahresbücher. Die Gestaltung im November kommt daher, dass sie auch Weihnachtsgeschenke für die Grosseltern sind und dass mein Lieblings-Fotobuchlieferant jeweils anfangs Dezember eine Preisreduktion anbietet. Bis zu dem Zeitpunkt will ich „OK“ gedrückt haben.

Anfangs Monat schaue ich alle Fotos seit Dezember des letzten Jahres noch einmal durch. Ich lösche, was sicher nicht ins Fotobuch kommt, mache Ordner wie z.B. „Frühlingsferien Wallis“ oder „Geburtstag perfekter Sohn“ und staune darüber, wie die Kinder sich verändert haben. Tatsächlich, im Frühling lachte die perfekte Tochter mit einer riesigen Zahnlücke!

Das Format für das Fotobuch ist seit sieben Jahren dasselbe: 21×21 cm, mit einem ganzseitigen Titelbild, das die Kinder zeigt. Ich wähle dafür ein möglichst typisches Foto für dieses Jahr – 2013 z.B. die Beiden auf einer Wanderung, er komplett in Rosa gekleidet und sie in Blau.

Dann geht es ans Gestalten. Ich gehe chronologisch vor, beginnend im Advent. Besondere Ereignisse und Erlebnisse haben genauso Platz wie Alltagsfotos aus dem Garten oder beim Spielen. Letztere werden allerdings seltener, auch eine fotoverrückte Mutter denkt im Lauf der Jahre nicht mehr daran, dass man die Kinder beim Legospielen fotografieren könnte. Es ist mir wichtiger, im Fotobuch Erinnerungen an unseren Alltag, unser Leben festzuhalten, als schöne Porträts und Landschaften zu präsentieren (auch wenn die nicht gänzlich fehlen).

Jedes Jahr denke ich: Dieses Mal nehme ich weniger Fotos ins Buch, dafür grössere, und jedes Jahr stirbt dieser Vorsatz auf den ersten Seiten. Unser Familienleben ist bunt und vielfältig und so wird auch das Fotobuch.

Fotobuch-Gestalten ist zeitaufwändig und hat gegen Ende des Monats etwas Stressiges („Ich schaffe es NIE, rechtzeitig fertig zu werden!“), es ist aber auch sehr wohltuend und erheiternd. Das Jahr noch einmal Revue passieren lassen („Ach, bevor es im Tessin geschneit hat, war so schönes Wetter?!“, „Und immer noch diese Zahnlücke!“, „Woher hatte er schon wieder diese Beule?“, „Ich will sofort wieder auf die Isle of Wight!!!!“), Erinnerungen festhalten oder loslassen, ab und zu lachend die Familie zusammenrufen, um ihr ein besonders gelungenes Bild zu zeigen – das passt für mich perfekt zum November, diesem zähen Monat zwischen Herbstferien und Adventszeit.

Ansonsten beschäftigen mich die beiden Themen der letzten Freitage noch immer: Einerseits die Viren, denen es in meinen Bronchien allzu wohl ist, andererseits die Schritte in Richtung „damit verbringe ich meine Zeit im neuen Jahr“ und natürlich auch Project333.

Dazu kann ich sagen, dass mich die beiden neutralen Ohrring-Paare, für die ich mich entschieden habe, bereits langweilen und da eventuell einmal ein vorzeitiger Austausch stattfindet. Mit den Kleidern läuft es nach wie vor prima, ich schätze die Einfachheit und staune, wie vielfältig es sich trotzdem anfühlt. Hier wieder zwei Outfits dieser Woche und mein erklärtes Ziel, nächste Woche an dieser Stelle ein scharfes Foto zu präsentieren (bezüglich Fotoqualität, nicht bezüglich Outfit!):

Mein pädagogisches Outfit! So machte ich mich auf den Weg zu

Mein pädagogisches Outfit! So machte ich mich auf den Weg zu „meinen“ fremdsprachigen Vorschulkindern.

Endlich ein Morgen für mich! Keine Verpflichtung, kein krankes Kind zu Hause - wohlfühlen und den ganzen Morgen im Bett und vor dem Computer verbringen.

Endlich ein Morgen für mich! Keine Verpflichtung, kein krankes Kind zu Hause – wohlfühlen und den ganzen Morgen im Bett und vor dem Computer verbringen.

7 Antworten zu “Monatsmotto November „Aufräumen“: Fotos und Erinnerungen

  1. Gut, dass du daran erinnerst. Ich muss auch unbedingt Fotos sichten für einen Fotokalender. Aber irgendwie geht der November hier schnell herum, ganz und gar nicht zäh… (Ich wünschte, er wäre etwas zäher ^^)
    LG
    Schnipseltippse

  2. huhuu (;
    lese ich hier sonst still und heimlich mit, „muss“/möchte ich heut mal, eun paar Zeilen hier lassen und was fragen… WELCHER ANBIETER IST ES DENN??? ich – die leider bisher miese Foto-Buch-Anbieter-Erfahrungen gemacht hat – möchte dieses Jahr doch auch so gern eines erstellen… als ich gelesen hab „schon das siebte Jahr“, überkam mich plötzlich ein SEHR sehr schlechtes Gewissen 😦 wie unglaublich viele Bilder, hab ich darum nicht die Chance gegeben, in ein Buch gepackt, für die Zukunft einfacher wieder in die Hand genommen zu werden…und uns in Erinnerungen schwelgen zu lassen…Mist! solche Dinge fallen mir immer erst ein, wenn’s schon zu spät ist… ich hoffe ich kann mir was von deinem Ritual abgucken und ebenfalls alljährig, schöne Bücher (und somit Geschenke für die Verwandtschaft) erstellen…! also, magst du mir da weiterhelfen und verraten wie dein Anbieter heisst?

    liebst,
    Liv *

    • Herzlich willkommen hier, Liv! Kein schlechtes Gewissen haben!!!! Das lohnt sich nicht, aber wenn dich die Lust am Fotobuchmachen packt, dann lohnt es sich, damit anzufangen. Ich mache meine Bücher mit Ifolor. Die Qualität der Fotos hat sich meiner Meinung nach in den letzten sieben Jahren stark verbessert und das Offline-Programm ist einfach zu bedienen. Preis/Leistung dünkt mich okay und die Lieferzeiten sind kurz und zuverlässig. (Und für diesen Werbespot bekomme ich hoffentlich ein Fotobuch gratis dazu :-)!)

    • Es macht auch wirklich Freude, sie anzuschauen! Sie stehen alle im Bücherregal und ab und zu nehmen wir eins hervor und schauen uns an, wie klein die Kinder mal waren. Wie schön es im Engadin war. Wann schon wieder diese Ferien waren, während der alle krank im Bett lagen. Wir die Weihnachtsdekoration letztes Jahr ausgesehen hat. Usw. Das ist sehr schön!

      • Das glaube ich sofort.

        Ich bekomme jedes Jahr einen selbst gestalteten Fotokalender von meiner Schwägerin, in dem auch das vergangene Jahr der Familie meines Bruders zu sehen ist.

        Ich habe alle aufgehoben und bewahre sie wie ein Fotoalbum auf.

        lg
        Maria

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