Monatsmotto November „Aufräumen“: Mein Kopf räumt Prioritäten frei

Diese Woche war ich hauptsächlich damit beschäftigt, mit den Viren aufzuräumen, die sich meiner Atemwege bemächtigt hatten! Trotz dem Einsatz von Hausmittelchen, pflanzlichen und chemischen Substanzen ist mir dies nicht vollständig gelungen und ich werde meine „Chäferli“ in die neue Woche mitnehmen. Nebst dieser Einschränkung war die Woche geprägt von Stundenplanänderungen und freien Halbtagen aufgrund von Räbeliechtliumzug und Krankheit einer Lehrerin. In dieser Situation blieb nicht viel Zeit und Energie zum Aufräumen im Haus.

Dafür hat in meinem Kopf ein Aufräumen stattgefunden. Seit ich vor gut zwei Jahren aufgehört habe, berufstätig zu sein, hat sich einiges an Tätigkeiten und Projekten angesammelt. Ich habe die Weiterbildung zur „Fachperson Integrationsförderung im Frühbereich“ gemacht. Ich arbeite einmal in der Woche als ebensolche Fachfrau mit fremdsprachigen Vorschulkindern. Ich habe Tages-, resp. Mittagstischkinder. Ich schreibe an einem Buch. Ich blogge. Ich tausche mich in Internetforen und Facebookgruppen mit anderen Müttern aus. Ich tausche mich im realen Leben mit Müttern aus, vorzugsweise bei einem Kaffee. Ich halte Haus und Garten besser im Schuss. Ich koche vielseitiger. Ich engagiere mich im Vorschul-Netzwerk in unserer Gemeinde. Vor etwa einem Vierteljahr habe ich angefangen zu bremsen, wenn es um neue Projekte ging. Stopp, ich habe genug zu tun. Und stopp, ich möchte in absehbarer Zeit wieder als Lehrerin arbeiten und dann nicht Dutzende von Tätigkeiten aufgeben müssen, weil keine Zeit dafür bleibt.

Der Stopp war richtig und doch kribbelte es in letzter Zeit. Ich möchte ein Ziel haben, ich möchte wissen, was ich in nächster Zeit anpacke. Ich möchte meine freien Morgen konkret für etwas einsetzen, für etwas, das mir wichtig ist. Diese Woche – ohne freien Morgen und mit einem Wattekopf – habe ich gemerkt: Der Haushalt wird es nicht sein! Haus und Garten werden nicht noch besser in Schuss kommen, nur weil ich mehr freie Zeit habe. Unterrichten würde ich wahnsinnig gern, aber ich geniesse auch gern den Luxus, dass Watteköpfe und Stundenplanänderungen keine grösseren organisatorischen Probleme verursachen – was gegen eine Tätigkeit als Lehrerin spricht.

Plötzlich – irgendeinmal im Lauf dieser Woche – war meinem Wattekopf klar:

Ich will schreiben.

Ich interessiere mich für Pädagogik und habe viel theoretische und praktische Erfahrung in dem Bereich.

Kinder und Familien sind mir wichtig – auch, aber nicht nur, meine eigene.

Und plötzlich kristallisieren sich da Ideen und Möglichkeiten heraus, kommen mir Gesprächsfetzen in den Sinn, die plötzlich in einem Zusammenhang stehen, und ich freue mich darauf, dass die Kinder wieder regulär Schule haben und mein Kopf wieder regulär denken mag (und ich meine Ideen auch hier konkreter beschreiben kann). Bis es soweit ist, lasse ich ihn sich selber aufräumen – das macht er schliesslich erstaunlich gut!

 

Project333+ ist gut angelaufen und ich geniesse die Einfachheit vor dem Kleiderschrank. Hier drei Outfits von dieser Woche (Watteköpfe kann man dopen, wenn einem der Anlass wichtig genug ist… Es hilft nicht nachhaltig und ist bestimmt nicht vernünftig, aber manchmal trotzdem gut):

Für den Ausgang am Wochenende (einmal Restaurant, einmal Blueskonzert)

Für den Ausgang am Wochenende (einmal Restaurant, einmal Blueskonzert)

Fürs Essen bei den Schwiegereltern. Dasselbe Outfit, aber mit Jeans.

Fürs Essen bei den Schwiegereltern. Dasselbe Outfit, aber mit Jeans.

Für Zuhause und (natürlich mit Jacke) für den Räbeliechtliumzug.

Für Zuhause und (natürlich mit Jacke) für den Räbeliechtliumzug.

3 Antworten zu “Monatsmotto November „Aufräumen“: Mein Kopf räumt Prioritäten frei

  1. Ich kann dir so gut nachfühlen 🙂
    Bei meinem letzten „grossen Kribbeln“ musste das Schlafzimmer dran glauben. Teppiche raus, umgestellt, ausgemistet, Bücher aussortiert und in Brocki gebracht, aufgeatmet. Das tut SO gut.
    Grüessli! 🙂

    • Da schreibst du was – mit den Büchern! Ich habe meine im Frühling „aussortiert“: Etwa fünf kamen weg und die restlichen 300 blieben im Gestell :-). Tut es wirklich gut, Bücher wegzugeben???

      • Also mir definitv schon. Aber ich kaufe halt auch viel einfach mal so, wenn es in der Brocki etwas hat, das mich vielleicht interessieren könnte. Oft stelle ich dann beim Lesen fest, dass es nicht so ist, und diese Bücher gebe ich dann ohne Zwicken und Zwacken weg.
        Meine Mutter schleppt mir auch oft welche an, die gar nicht meine Tasse Tee sind. Schwupp – weg. Ich hebe nur auf, wovon ich überzeugt bin, dass ich sie nochmal lesen werde.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s