Monatsmotto November „Aufräumen“: Project333 oder mit 33 Kleidungsstücken durch 3 Monate

Mein November-Monatsmotto heisst „Aufräumen“. Dies nicht, weil ich zu viel am Compi sitze und zu wenig aufräume, sondern aus dem Gefühl heraus, dass durch Aufräumen, Aussortieren, Ausmisten Raum frei wird, den ich nutzen kann. Raum im Sinn von mehr Platz, mehr Zeit, mehr Kopffreiheit.

Als erstes wage ich mich ans Project333!

Die Vorgeschichte: Anfangs Oktober hat Dina in ihrem Blog liebevollerleben einmal mehr über ihre Teilnahme am Project333 geschrieben und diesmal hat es mich richtig gepackt. „Vielleicht gehe ich auch einmal auf diese Art dahinter“, habe ich unter anderem als Kommentar zu ihrem Artikel geschrieben und meinen Kleiderschrank gemeint. Dina hat mich ermutigt, es wirklich zu tun.

Das Projekt: Man wählt 33 Kleidungsstücke (inkl. Schuhe, Jacken, Accessoires, Schmuck, aber ohne Unter-, Nachtwäsche, Sportsachen), die man in den nächsten 3 Monaten tragen wird. Der Rest des Kleiderschrankinhalts wird in Kisten und Taschen verpackt und versorgt. Auf Wiedersehen in 3 Monaten! Oder Aufnimmerwiedersehen ihr Teile, die ich sowieso nie trage. Ihr dürft zu einer Freundin, zu Ricardo oder in den Kleidersack.

Genaueres zum Ursprung des Projekts und den genauen Regeln findet ihr auf: www.theproject333.com

 

Meine Motivation:

  • Der Wunsch nach einem Überblick über meinen Kleiderschrank: Was habe ich eigentlich? Was ist überflüssig? Was fehlt?
  • Neugier: Wie fühlt es sich an, 3 Monate lang vor einem fast leeren Kleiderschrank zu stehen und anzuziehen, was da ist? Während der Campingferien im Sommer habe ich diese Einfachheit genossen, aber das waren zwei Wochen und es war immer schönes Wetter.
  • Überdruss: Das Gefühl, vor einem vollen Kleiderschrank zu stehen und nichts anzuziehen zu haben, nervt mich. Lieber wenig, dafür sichtbar.
  • Ehrgeiz: KANN ICH DAS WIRKLICH???

Das Auswahlverfahren:

Zuerst wollte ich bei den Accessoires anfangen, aber da hatte ich keine Chance. Ehrlich, ich habe allein schon mehr als 33 unverzichtbare Schals, Ohrringe, Pulswärmer und Hüftbänder!

Neue Idee: Schrank auf und Sommersachen raus! Das klappte besser und ich kam tatsächlich in Fahrt und sortierte erste Kleider aus. In die Keller-Kiste, aber auch auf den „Weg-damit-Stapel“. Die perfekte Tochter wähnte sich im Paradies: Das alles will Mami nicht mehr und sie kann es haben?! Nein! Aber ein paar Teilchen schon.

Zwischendurch packten mich Zweifel. Will ich wirklich Zeit investieren in ein Projekt, das mir offensichtlich das Leben schwer macht? Da würde ich doch besser die Küche fertig aufräumen!

Ich blieb dran und ging ans ernsthafte Auswählen: Das machte Spass! Shopping im eigenen Kleiderschrank! Das gefällt mir, das nehme ich – das ist zu kurz (war es das nicht schon immer?), kommt ganz weg – das hatte ich zu oft an in letzter Zeit, tschüss, bis im Februar! – die Hose trage ich eh nie, oder? Und wenn ich sie genau deshalb dazu nehme, ihr die Chance gebe, sich zu bewähren… aber dann brauche ich den Pulli dazu und hm, würde es auch mit dem gehen? Ganz überraschend wanderten Lieblingsteile in die Keller-Kiste und Hinterbänkler auf den 33er-Stapel. Danach fiel tatsächlich auch die Auswahl von Accessoires leichter. Obwohl es enorm schwierig blieb!

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Jacken und Schuhe nahm ich ins Projekt auf, denn davon habe ich immer zu viele in der Garderobe. Taschen sortierte ich nicht aus, da habe ich meine zwei, die ich immer benütze und dabei bleibt es. Da ich so schön am Räumen war, nahm ich mich noch meiner Beauty-Produkte an. Die zählen nicht fürs Projekt, aber es sieht auch schön aus, so geordnet und aussortiert!

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Die etwas mehr als 33 Dinge:

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  • 1 Paar warme Sneakers
  • 1 Paar leichte Sneakers (wird bei Wetterumschwung gegen Stiefel ausgetauscht)
  • 1 Paar Stiefeletten
  • 1 Paar Trekkingschuhe (GoreTex-Stiefel)

 

  • 1 Daunenjacke
  • 1 Lederjacke
  • 1 Regenjacke (Skijacke)
  • 1 Strickjacke

nicht auf den Fotos:

  • 1 Mütze
  • 1 Paar Handschuhe

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  • 1 Woll-Loop blau-violett
  • 1 Schal rot
  • 1 Schal grau (wird getragen)

 

  • 1 Fingerring
  • 1 Halskette
  • 1 Paar Ohrringe Hänger weiss
  • 1 Paar Ohrringe Stecker Metall (wird getragen)

 

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  • 1 Langarmshirt rosa
  • 1 Langarmshirt schwarz
  • 1 Langarmshirt braun
  • 1 Langarmshirt hellgrün (wird getragen)
  • 1 Strickpulli grau
  • 1 Hüftband rot
  • 1 Hüftband farbig (mein Luxus, da verzichte ich einfach nicht drauf!!!)
  • 1 Longtop grau (wird getragen)
  • 1 Jäcklein grün-weiss
  • 1 Strickjacke schwarz
  • 1 Strickgilet schwarz
  • 1 Tunika rot
  • 1 Jeans hellblau gerade (wird getragen)
  • 1 Jeans blau ausgestellt
  • 1 Jeans dunkel gerade
  • 1 „Nadelstreifenhose“
  • 1 Paar Leggings
  • 1 Jupe schwarz
  • 1 Paar Pulswärmer rot
  • 1 Paar Pulswärmer blau-violett

(Nacht- und Unterwäsche wird nicht dazugezählt!)

Wer nachzählen mag: Unperfekt perfekt wie ich bin, habe ich mich für 37 Teile entschieden!

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Der skeptische Blick ist nicht gestellt und v.a. wenn ich auf meinen Schalbügel schaue, (ver)zweifle ich! Das Schöne am Project333 ist ja aber, dass man die Dinge nicht weggibt, sondern „nur“ drei Monate darauf verzichtet. Und ich bin jetzt schon gespannt, welche meiner Schals und anderer Kleider ich Ende Januar mit Tränen in den Augen in die Arme schliessen werde und bei welchen ich sagen werde: „Ach? Dich gibt’s auch noch?“

Der perfekte Ehemann kann übrigens nicht glauben, dass ich das tatsächlich mache und hat beim Anblick meines Schranks ungläubig staunend und wie mir schien ein bisschen anerkennend ausgerufen: „Ich kenne meine Frau nicht mehr!!!“ Mal schauen, welche Seiten an mir er in nächster Zeit noch kennen lernen wird!

 

P.S. Weitere Monatsmotto auf dem wertvoll-blog bei Sonja. Während ich mich frei räume, nimmt sie sich diesen Monat Freiräume.

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