Medienerziehung – mal andersrum

„Was hesch du gmacht, wo mer bi de Nochbere gsii send?“, fragt mich die perfekte Tochter beim Znacht.

„Mit em Grosvati telefoniert“, antworte ich.

„Die ganz Ziit?“

„Nei“ Nicht einmal eine Stunde lang, nur 59 Minuten und 59 Sekunden laut Telefondisplay.

„Du besch secher am Compi gsii!“, sagt sie streng.

„Jo, das stimmt. Ond…“ Und ich habe mich um die Wäsche gekümmert!

„Du bisch nämlech viel am Compi“, fährt sie gnadenlos fort.

„Jo.“

„Me sött aber ned eso viel am Compi sii!“

„Ned? Wieso ned?“

„Wel me gschiiter sälber sett dänke!“

So, jetzt weiss ich es! Grinsend frage ich: „Wär het dir denn das gseit?“

Die Antwort kommt postwendend: „Du!!“

Ach so? Wie klug von mir. Und wie toll, dass sie sich so zu Herzen nimmt, was ich sage. Da sind wir in Sachen Medienerziehung doch auf einem guten Weg!

(Und nun stelle ich den Compi ab und fange wieder an zu denken.)

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