Drei Wochen nach Schulanfang

Sie spielen wieder miteinander. Friedlich. Fantasievoll. Stundenlang. Bleiben drei Stunden in der Mittagsruhe und am Wochenende bis nach dem Mittagessen im Pijama, weil sie schlicht nicht auf die Idee kommen, sich anzuziehen. Sie nutzen nicht mehr jede sich bietende Gelegenheit für Streit, sondern lassen sich voneinander inspirieren. Kombinieren Schulespielen mit Ninja-Turtles und Piratenüberfälle mit Schiffchenfalten. Bauen sich ihr ganz eigenes Refugium.

Gspänli, die an der Tür klingeln, werden abgewiesen. Von Elternseite braucht es nur wenig Druck (zieht euch bitte an; fragt anständig, wenn ihr etwas wollt) und der Frieden ist massiv gestört. Die kurze Phase „aktiv gegen Müdigkeit“ ist einer neuen Phase gewichen: „Einigeln gegen Überreizung“.

So zumindest interpretiere ich es und es ist eine Strategie, die ich gut kenne, von mir selber und von den perfekten Kindern in vorhergehenden intensiven Phasen. Ein bisschen Störung liegt übrigens drin: Als gestern die perfekten Grosseltern zu Besuch kamen, wurden sie rasch und grosszügig in die Kinderwelt eingelassen (und Stunden später auch wieder entlassen). Wie die heutige Einladung an eine Geburtstagsfeier ankommen wird, ist noch ungewiss. Im besten Fall bietet sie eine tolle Abwechslung zum Spielen zu zweit, im schlimmsten Fall schauen wir sie einfach als Vorbereitung auf die vierte Schulwoche an.

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