Komplimente an die Köchin

Drei Kinder haben sich an den Mittagstisch gesetzt und machen lange Gesichter. „I ha gmeint, es gäb öppis Feiners“, meint das eine und das zweite wird konkreter: „I ha gmeint, es gäb Pizza.“ Ich zucke mit den Schultern. Nein, keine Pizza heute und etwas Feineres habe ich auch nicht im Angebot. Ich verteile vom Vorhandenen, hier etwas mehr Kartoffeln, da etwas mehr Gemüse, auf dem dritten Teller kein Würstli, je nach Vorlieben, und denke dabei, dass es ja eigentlich ein Kompliment ist, wenn die Kinder sich an meinen Mittagstisch setzen und damit rechnen, etwas Feines serviert zu bekommen. Und dass nach der ersten Ernüchterung keine weiteren Reklamationen mehr kommen, verbuche ich gleich auch noch als Kompliment.

Eine halbe Stunde später stehen drei satte Kinder vom Tisch auf und ich trage die rübisundstübisleergputzten Platten und Pfannen in die Küche.

Und dann punkte ich mit Schoggichüechli zum Dessert!

2 Antworten zu “Komplimente an die Köchin

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