Büsli-Premiere

–          packen, einräumen, losfahren, erst unterwegs definitiv entscheiden, wo es hingeht

–          während des Fahrens an die Reisen mit dem Vorgänger-Büsli denken, als noch keine Kinder schwatzten und fragten auf der Rückbank

–          sich beim Einchecken für den etwas teureren Platz ganz am See entscheiden

–          mit Wolljacke auf dem Bänkli sitzen und zuschauen, wie die Kinder ihr Spiel immer mehr vom Sand ins Wasser verlagern, ihre Hosen immer nässer werden und entscheiden, dass es gut ist

–          die sandigen Hosen im See auswaschen und anschliessend auf der Kühlerhaube trocknen lassen

–          den Salat – zuerst ungewaschen, dann gewaschen – spazieren führen und sich an den Leute freuen, die dasselbe mit ihrem Grill, Geschirr, Abwasser,… machen

–          den angeblich schönsten Sonnenuntergang der Schweiz aus dem Büslifenster betrachten, da die Kinder am Einschlafen sind – was allerdings noch andauert, als die Sonne längst schon untergegangen ist

–          erfreut feststellen, dass man auch im achten Ehejahr noch auf kleinem Raum nebeneinander schlafen kann

–          mit der Tochter bei Mond- und Sternenschein mitten in der Nacht aufs WC gehen und sich freuen, dass es sich doppelt gelohnt hat, den warmen Schlafsack zu verlassen

–          am Morgen um 7 Uhr geweckt werden, weil die Kinder gemerkt haben, dass die Sonne scheint, und das ganz okay finden

–          frühstücken mit frischen Gipfeli, Kafi aus dem neuen „Tschinggentöpfli“ und steinharter Nutella, da Papi gemeint hat, man müsse die im Kühlschrank versorgen und der erst noch beinahe auf Gefriertemperatur eingestellt ist

–          die Hosen noch einmal sandig und nass werden lassen – und noch einmal

–          die Kinder schliesslich in Unterwäsche bädelen lassen, weil die pessimistisch-realistische Mutter keine Badekleider eingepackt hat

–          lesen, gigampfen, sändelen, baden, reden, schatzsuchen, geniessen ohne Ende.

 

„Die schönschte Ferie, womer je gha händ!“, resümiert die perfekte Tochter nach 24 Stunden am Sempachersee und ergänzt: „Aber d’ Sommerferie mit em Büsli wärde no schöner!“

Der perfekte Sohn richtet am Abend vor seiner Schlafzimmertür einen Campingplatz ein und besteht darauf, dort zu schlafen.

Ich meine: Mission geglückt, Kinder mit dem Camping-Virus angesteckt!

2014-05-17 19.02.01

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3 Antworten zu “Büsli-Premiere

  1. Pingback: Hürdenlauf „Planung von Familienferien“ | Der Kinder und so... Blog·

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