Adventsfreuden für Gross und Klein

„Mami, höt dörfe mer `s erschte Türli uuftue!“, werde ich von der perfekten Tochter geweckt, in deren Zimmer ich seit einem Zwischenfall mit dem perfekten Sohn schlafe. „Isch scho Morge?“ – „Nein!“, behaupte ich, um nach einem Blick auf den Wecker festzustellen, dass das nicht ganz stimmt. Für einen Sonntag ist zwar noch sehr früher Morgen, aber unter der Woche wäre es die exakte Aufstehzeit der perfekten Tochter. Das sage ich ihr aber nicht und wir bleiben noch ein bisschen liegen. Geschlafen wird natürlich nicht mehr, dafür ausführlich über den Advent geredet. „Wie isch ou das mit de Cherzli am Adväntschranz? Wenn zünd me `s zweite aa?“, fragt sie und ich erkläre das mit den vier Adventssonntagen. „Aha! Das isch sicher, dass es de Erwachsne ou nid längwiilig wird. `D Chind händ jo d`Türli und d`Päckli.“

Und dann ist es Zeit aufzustehen, das Türli zu öffnen, das erste Kerzli anzuzünden und – sobald der perfekte Sohn auch wach ist – den ersten Teil des Adventsbuches zu erzählen. Und auch das coole Büechli, das in seinem Päckli drin war. Danach müssen wir lange darüber reden, wie es im Adventsbuch weiter gehen könnte. Und wir müssen den Adventskranz noch einmal erweitern und ein Adventslied singen. Nein, mir wird es nicht langweilig an diesem Morgen.

Und dann kommt noch etwas dazu: Das Adventsbuch, das ich ganz allein für mich geschenkt bekommen habe. Mit einer Geschichte jeden Tag, nicht nur jeden Sonntag! Welch ein Luxus für eine Erwachsene wie mich.

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