Unter Strom

Eigentlich grundsätzlich theoretisch objektiv gesehen finde ich es einen totalen Blödsinn, ein Bett zu haben, das Strom braucht. Schliesslich braucht genügend anderes Strom und da macht es ja Sinn, bei Dingen, die man mit oder ohne Stromverbrauch haben kann, dasjenige ohne zu wählen. Und gerade Betten gibt es ja viele und gute, die keinen Strom brauchen. Die meisten eigentlich.

Aber es ist einfach so unglaublich schön, am Abend in ein warmes, genau perfekt weiches Bett zu schlüpfen!

Nach den Ferien, nicht nur nach diesen, sondern immer nach den Ferien schätze ich es besonders. Dabei bin ich keine heikle Schläferin, konnte mich noch nie wirklich beteiligen an den Diskussionen über zu weiche oder zu harte Matratzen, da ich bis jetzt noch in jedem Bett schlafen konnte, so man mich denn schlafen liess. Aber seit ich es anders kenne, mag ich es einfach nicht mehr, am Abend in ein kaltes Bett zu liegen und mich ganz fest zudecken zu müssen, um warm zu werden und dann ein paar Minuten später heiss zu haben unter der zu schweren Decke und über längere Zeit herausfinden zu müssen, wie viele Körperteile ich wie weit unter der Decke hervorstrecken muss, damit die Temperatur optimal wird. Und auch das mit dem Drehen und Wenden, bis die Schlafposition wirklich bequem ist, fällt weg. Es ist nämlich immer bequem in unserem Wasserbett.

Aber natürlich bleibt ein schlechtes Gewissen wegen dem unnötig luxuriösen Stromverbrauch. Ich versuche dieses auch zu beruhigen. Ich verzichte zum Beispiel im Badezimmer auf perfektes In-der-Badewanne-Lese-Licht, weil die sparsamen LED-Lämpli nicht die Helligkeit ihrer halogenen Vorgänger erreichen. Ich laufe in der dunklen Jahreszeit immer drei Schritte hinter den restlichen Familienmitgliedern her und lösche alle Lichter in den Räumen, in denen sich gerade niemand aufhält, LED hin oder her. Ich stelle die Kaffeemaschine ab, wenn ich sie nicht brauche (und falls ich es vergesse, tut sie es netterweise selber). Ich fülle die Waschmaschine und den Geschirrspüler gut, bevor ich sie laufen lasse. Ich tumblere im Sommer praktisch nie und jetzt nicht so häufig, wie es bequem wäre. Ich… Ich muss einfach dem Göttimeitli des perfekten Ehemanns recht geben, das sich heute auf unser Bett gesetzt und fröhlich schaukelnd gemeint hat: „Das isch aber es luschtigs Bett!“ Und luschtige Sachen dürfen doch wohl Strom brauchen!

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Eine Antwort zu “Unter Strom

  1. Hy Perfektes mami
    Das hast du super geschrieben genau die gleichen gedanken machen wir uns auch. Aber den super tollen komfort mit der Wärme und dem immer bequem liegen im Bett lässt das andere sxhon fast wieder vergessen. Wir heizen dafür weniger 😉 das spart auch Geld ;-))
    Lg alexandra

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