Sommerboten

Sand im Haus und eine Grasspur auf den Hauptverkehrsadern „Haustür – WC“ und „Sitzplatztür – Küche“ und die Mutter ärgert sich nicht darüber.

Blüten an der Tomatenstaude, die erst zwanzig Zentimeter hoch ist.

Sonnenwarme Bettwäsche und Kleider, die – kaum im Wäschekorb – schon wieder gewaschen und getrocknet bereit liegen zum Zusammenlegen.

Morgens um neun Uhr füdliblutte Kinder im Garten, die unbedingt mit dem Schlauch spritzen wollen, weil es gestern so lustig war.

Eine angefangene Flasche Rosé im Kühlschrank.

Sonnencremetuben, die irgendwo stehen, weil irgendjemand sie dahin gestellt hat.

Velofahrende Kinder mit Sonnenhut und kletternde Kinder mit Velohelm.

Begegnungen mit fast allen Nachbarn innerhalb von zwei Tagen.

Ein aus allen Nähten platzender Velounterstand, weil auch die Eltern wieder Fahrrad und Kickboard fahren wollen.

Ein Hindernislauf über Sandalen, Crocs, Flip-Flops und Adiletten vor und hinter den Türen.

Fröhliches Wiedersehen mit Sommerspielsachen und –kleidern.

Ein lange vermisstes Gefühl von Leichtigkeit im Bauch.

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