Woran man sich erinnert

Ich habe noch kurz überlegt, bevor ich dem perfekten Sohn die Hose bereit gelegt habe. Nur an einem Knie einen Flicken (der Fussball übrigens) und auch sonst noch recht gut im Schuss. Zu schön? Na gut, wir würden in die Bibliothek gehen, das ist nicht gerade ein Dschungelweg und es hat sowieso nicht allzu viele Gelegenheiten, um sich schmutzig zu machen. Und nein – schmutzig machte er sich auch nicht.

Es war eine dieser Situationen: Ich wollte gerade sagen, dieses Mäuerchen eigne sich nicht zum Balancieren, er solle runterkommen, da war er schon abgestürzt. Loch in der Hose (am Knie ohne Fussball), Schürfung am Bein. Sein Schmerz siegte über meinen Ärger – vorläufig.

Heute spazierten wir am selben Mäuerchen vorbei und ich sagte: „Hier nicht balancieren, da hast du dir gestern die Hose zerrissen!“ Der perfekte Sohn hörte mich nicht, denn er erklärte im selben Moment seiner Schwester: „Do tueni nid balanciere, do hani mir geschter weh gmacht!“

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