Ferien-Fortsetzungen

  • Die Rückkehr des Eimerchens: Ich war nicht dabei, aber offenbar hat der perfekte Sohn in der Suchphase für den verschollenen Sandeli-Eimer ein paar Kinder getroffen – mindestens dreimal so alt wie er und somit einiges grösser – sich vor sie hingestellt und gekräht: „Händ ihr eigentlich euses Chesseli klauet?!“ Eine Antwort wartete er offenbar nicht ab und die perfekte Tochter fand sowieso: „Isch jo gliich, mir händ jo jetzt das vo de Klosterfraue.“ Am nächsten Tag läutete es an der Tür, ich dachte, es seien meine Kinder und ging gar nicht hin, aber da stand bereits die perfekte Tochter vor mir, leicht konsterniert, in der Hand das Kesseli und sagte: „Die Chind vo geschter händ `s Chesseli brocht. Sie händ’s im Sand gfunde.“ Der perfekte Sohn führte einen Freudentanz auf und jetzt hat es zwei Eimerchen im Ferienhaus.
  • Der Eindruck der Klosterfrauen: Der perfekte Sohn war am Anziehen und kam plötzlich in die Küche gerannt. Auf dem Kopf das dort steckengebliebene Pijama-Oberteil, ansonsten füdliblutt. „Lueget: I bin e Klosterfrau!“ Und dann tatsächlich: „Lueg, Mami, ich ha kei spitzigi Finger, süsch wär ich en Häx.“ 
  • Das weisse Compüterli: Das hat seine Aufgaben prima erfüllt. Die Ankündigung des perfekten Ehemanns, das Aufstarten werde Ewigkeiten dauern, bewahrheitete sich nicht (oder mein Computer zuhause hat auch Ewigkeiten und ich habe das bis jetzt nicht gemerkt – wie alt ist er schon wieder?). Schreiben geht prima und er ist ein wirklicher Laptop: Ich kann tatsächlich im Sessel oder auf dem Bett sitzen, ihn auf dem Schoss balancieren und tippen. Das fühlt sich richtig cool an! Was sich hingegen nicht bewährt hat, ist bloggen mit einem langsamen und unzuverlässigen Internet. Eine Stunde fast untätig und doch beschäftigt vor dem Computer sitzen, um einen Beitrag in den Blog zu stellen, der dann noch in einer anderen Schrift erscheint – nein, dafür reut mich die Ferienzeit.
  • Hier und Jetzt: Eine herrliche Woche liegt hinter uns. Sogar der perfekte Sohn wäre gern noch länger geblieben. Trotzdem freuen wir uns alle auch aufs Wieder-Daheim-Sein und ich denke: Wahrscheinlich ist man mit seinem Leben zufrieden, wenn man sich nach schönen Ferien aufs Zuhausesein freut.
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