Wie läuft es bei uns?

Sie sind geblieben, die Gedanken darüber, wer bei uns sagt, wie es läuft. Und natürlich auch die Folgefragen: Wer hat was zu sagen und warum? Wann geht es um die Verantwortung, die man als Erziehende hat und wo kann Demokratie in der Familie gelebt werden? Welche Entscheidungen überfordern die Kinder und welche Anweisungen der Eltern sind diktatorisch (und provozieren die Revolution)?

Dazu eine kleine Begebenheit: Die Grosseltern waren bei uns zu Besuch und es gab Zvieri. Der perfekte Sohn durfte wählen, welche Frucht er wollte und entschied sich für eine Orange. Er mochte sie sehr und verlangte deshalb nach einer zweiten. Diese gab es leider nicht, er hatte soeben die letzte gegessen. „I wott aber e Orange!“ „Wir haben keine!“ „Aber i wott! Chauf eini!“ „Hokuspokus, ich habe eine Orange gekauft! Haha, das geht doch nicht!“ „Aber…“ Da greift die perfekte Grossmutter ein: „Wollen wir zusammen in den Spar gehen und Orangen kaufen?“ „Jooooooo!“ Und los gehen sie.

Aha. Das wäre mir wirklich nicht in den Sinn gekommen. Vom Zvieritisch aufzustehen und völlig ungeplant loszulaufen, um Orangen zu kaufen, weil der perfekte Sohn gerade welche will. Aber geht es ihm nicht häufig so? Dass er gerade etwas macht und dann davon weg muss, zum Beispiel um im Spar einzukaufen. Er muss einfach mit, völlig ungeplant, weil seine Mutter es gerade will. Und schon läuft es wieder so, wie sie will.

Grossmütter machen es anders als Mütter, das muss so sein. Aber vielleicht nicht immer, vielleicht können Mütter es auch einmal mehr so machen wie Grossmütter.

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