Die Dinge

Wer dient eigentlich wem in unserem Haus? Die Dinge uns oder wir den Dingen? Diese Woche scheint mir, es sei vor allem die Hausfrau, die diene.

Ich laufe ihnen hintennach, den Dingen. Sortiere sie, putze sie, lege sie an ihre Plätze oder bestimme neue Plätze für sie, werfe sie sogar in den Papierkorb – nur um wenig später wieder über sie zu stolpern. Kaum sind die Dinge von einem Zimmer aufgeräumt, haben sich jene eines anderen Zimmers ausgebreitet. Ja, es besteht durchaus ein Zusammenhang damit, wo sich die perfekten Kinder gerade aufhalten, aber nicht nur. Wir haben ganz offensichtlich einfach zu viele Dinge.

Was ich daraus schliesse? Nichts, denn ich weiss genau, dass ich so viele entsorgen kann, wie ich will – realistischerweise müsste ich sagen, ich kann den perfekten Ehemann so viele entsorgen lassen, wie er will – es kommen laufend neue dazu. Gekauft, geschenkt, selber gemacht – die Dinge sind einfach gern bei uns. Und ich habe sie auch gern, ich gebe es zu. Ich trage gern und immer wieder zu ihrer Vermehrung bei. Und bin somit auch selber schuld, wenn ich ihnen dienen muss. Vielleicht sollte ich doch etwas daraus schliessen.

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